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Haushaltsplanentwurf eingebracht

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Heute war ein schwerer Tag für Monheim am Rhein.


Mit der heutigen Einbringung des Haushaltsplanentwurfs wurde erneut deutlich, vor welchen gewaltigen Herausforderungen unsere Stadt steht.


Nach 16 Jahren absoluter Mehrheit hatten wir gehofft, endlich eigene Ideen verwirklichen, kreativ werden und unsere Stadt aktiv gestalten zu können.


Doch schon unser erstes Jahr war geprägt von einer Haushaltssperre und Großprojekten, die sich nicht mehr aufhalten ließen.


Nun stehen schmerzhafte Einsparungen bevor. Einsparungen, die auch uns persönlich treffen. Denn auch wir sind Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, zahlen künftig wieder Kitabeiträge oder eine höhere Grundsteuer. Wir hätten uns so sehr andere Voraussetzungen gewünscht.


Gleichzeitig ist es uns wichtig, mit einigen Missverständnissen aufzuräumen: Nicht alles, was derzeit gestoppt wird, ist auch gestrichen. Viele Vorhaben sind aufgrund der Haushaltssperre zunächst aufgeschoben. Zwischen einer Verschiebung und einer endgültigen Streichung liegt ein entscheidender Unterschied.


Und auch die finanzielle Situation unserer Stadt verdient eine ehrliche Betrachtung. Der Vergleich mit anderen Kommunen mag auf den ersten Blick beruhigend wirken. Er lässt aber außer Acht, aus welcher wirtschaftlichen Ausgangslage Monheim kommt. Unsere Stadt hat über viele Jahre von außergewöhnlich hohen Einnahmen profitiert und konnte sich eine Infrastruktur und freiwillige Leistungen leisten, die andernorts kaum denkbar waren.


Dass andere Städte finanziell noch schlechter dastehen, macht unsere eigene Situation nicht besser. Wir möchten nichts dramatisieren. Aber wir möchten auch nichts schönreden. Denn nur wer die Realität anerkennt, kann verantwortungsvoll mit ihr umgehen.


Wir haben diese finanzielle Situation nicht verursacht. Aber wir nehmen die Verantwortung für das an, was jetzt vor uns liegt.


Denn Verantwortung bedeutet nicht nur, in guten Zeiten zu gestalten. Sondern auch, in schwierigen Zeiten Haltung zu zeigen und Entscheidungen zu treffen, die niemand gerne trifft.


Und bei allem, was vor uns liegt, verlieren wir eines nicht aus den Augen: unser Ziel, Monheim wieder eine verlässliche und lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.


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