Stellungnahme zur Kritik der PETO-Fraktion an Roman Lang
Stellungnahme zur Kritik der PETO-Fraktion an Roman Lang
Die CDU Monheim nimmt die öffentliche Diskussion um den Kommentar unseres Kreistagsmitglieds Roman Lang ernst. Wir teilen das Anliegen, Debatten mit Respekt zu führen – zugleich stellen wir fest: Es wird mit zweierlei Maß gemessen.
Die fragliche Wortwahl war, wie auch bereits erläutert, eine bewusst zugespitzte Metapher für das Kommunikationsverhalten mancher PETO-Unterstützer in sozialen Netzwerken.
Sie beschreibt bildhaft die Dynamik von Diskussionen im digitalen Raum – nicht etwa einen Wunsch nach körperlicher Gewalt oder gar Tod. Solche Interpretationen lösen den Kommentar aus seinem Zusammenhang und werten ihn in einer Weise um, die der ursprünglichen Intention nicht gerecht wird.
Doppelte Maßstäbe in der Debattenkultur?
Es wirkt befremdlich, wenn Vertreterinnen und Vertreter der PETO nun öffentlich besonders empfindlich auf pointierte Formulierungen reagieren – während in der Vergangenheit selbst aus ihren Reihen Wortmeldungen zu hören waren, die historische Vergleiche nicht scheuten.
So wurde etwa im Rahmen einer Ratssitzung die CDU-Fraktion sinngemäß in die Nähe des nationalsozialistischen Kunstverständnisses gerückt, als sie sich gegen die Platzierung eines Kunstwerks an einem kaum öffentlich zugänglichen Ort aussprach. Die CDU hatte das Kunstwerk als solches nicht infrage gestellt, sondern sich für mehr Sichtbarkeit eingesetzt.
Eine solche Einordnung – ungeachtet ihrer Intention – bewegt sich inhaltlich und stilistisch auf einem gefährlichen Terrain. Wer in politischen Debatten historische Parallelen bemüht, trägt besondere Verantwortung für die Wortwahl und sollte auch bei anderen die nötige Differenzierung zulassen.
Beispielhafte Entgleisungen des Bürgermeisters. Auch jüngste Äußerungen von Bürgermeister Daniel Zimmermann bedürfen der Einordnung.
Dieser sagte kürzlich zum Konflikt um den Greisbachsee sinngemäß: „Das Problem mit dem Eigentümer wird sich mit der Zeit von selbst erledigen.“
Nach der durch Professor Niehr angewandten Lesart, die metaphorische Sprache bereits als Ausdruck von „Tötungsfantasien“ deutet, könnte auch dieser Satz entsprechend fehlinterpretiert werden.
Solche Vergleiche mögen konstruiert erscheinen – sie machen jedoch deutlich, wie leicht sich Aussagen aus dem Zusammenhang reißen und moralisierend überhöhen lassen. Wenn Kritik an sprachlicher Zuspitzung geäußert wird, erwarten wir eine faire Bewertung, die Maß und Verhältnismäßigkeit wahrt – und nicht mit zweierlei Maß misst.
Stichelei statt Sachpolitik
Als die CDU beantragte, einen alternativen Standort für die Container auf dem Schulgelände an der Krischerstraße zu prüfen und die Kosten zu ermitteln, sagte der Bürgermeister: „Wir kommen ja gleich noch zum AfD–, äh, CDU-Antrag.“ Das war ein bewusst inszenierter Versprecher.
Die CDU setzt sich für eine menschenwürdige und sichere Unterbringung von Geflüchteten ein und hält – nach wie vor – dafür eine Containeranlage ohne nennenswertes Außengelände auf einem kleinen, eingezäunten Schulgrundstück an einer viel befahrenen Straße für ungeeignet.
Die besorgten Eltern ordnete Zimmermann kollektiv dem AfD-Lager zu.
Herabwürdigung von Bürgerinnen und Bürgern
Weiter bezeichnete das noch amtierende Stadtoberhaupt in öffentlicher Sitzung einen Bürger mit berechtigten Anliegen als „Querulanten“. Hintergrund war der bereits länger andauernde Streit um eine Schutzhütte am Knipprather Wald, die in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung errichtet wurde. Der betroffene Bürger hatte sich wiederholt über massive Ruhestörungen beschwert und schließlich vor Gericht geklagt – mit Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht Münster wies im März 2025 die Berufung der Stadt ab und stellte klar, dass der Betrieb der Hütte in der bisherigen Form unzulässig sei. Die Verantwortung für die Beeinträchtigungen liege bei der Stadt, die ihren Pflichten als Betreiberin nicht ausreichend nachgekommen sei.
Hinweis zur Glaubwürdigkeit der Kritik
Gerade Frau Einheuser sollte mit vorschnellen Vorverurteilungen vorsichtig sein. In der Vergangenheit hat sie bereits einem nachweislich unbeteiligten Bürger öffentlich falsches Verhalten unterstellt – auch wenn sie die Verwechslung später einräumte, nachdem sie zu einer Richtigstellung aufgefordert worden war. Dieses Verhalten wirft Fragen zur Sorgfalt im politischen Umgang auf – insbesondere, wenn nun mit besonders hohen moralischen Ansprüchen gegenüber anderen geurteilt wird.
Fazit
Die CDU steht für eine offene, streitbare und faire politische Kultur. Dazu gehört, Meinungen
auszuhalten, auch wenn sie nicht gefallen. Dazu gehört aber ebenso, bei aller berechtigten
Kritik Maß zu halten – und persönliche Unterstellungen sowie selektive Empörung zu
hinterfragen. Wir begrüßen jede Rückkehr zur inhaltlichen Auseinandersetzung. Denn politische
Verantwortung zeigt sich in Taten – nicht in überzogenen Reaktionen auf unbequeme
Meinungen.