Busbahnhof
Damm
Marienburg
Rhein

Herzlich Willkommen!

Liebe Monheimer und Baumberger,

„Die Zukunft gehört denen, die sie verändern“. Unter diesem Motto möchte ich Sie herzlich einladen, mit uns, der CDU in Monheim am Rhein aktiv unsere Stadt und das gemeinsame gesellschaftliche Leben zu gestalten. In unserem Informationsangebot auf diesen Internetseiten finden Sie aktuelle Themen und Ansprechpartner, die gerne zu Ihrer Verfügung stehen in Bezug auf sämtliche kommunalpolitische Fragen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Ihre CDU Monheim am Rhein.

                                      

                 

Lars van der Bijl, Vorsitzender

 

IMR - Bezirksregierung stoppt Bau der Schredderanlage

20. November 2009, 14:56 Uhr

Die Innovative Metal Recycling GmbH (IMR) wurde im Jahr 2008 gegründet. Die Firma ist Eigentümer von rund 40000 Quadratmeter im Rheinpark. IMR will vor allem Kupfer, Aluminium und Messing wiederverwerten. Auf der Interseite des Unternehmens wird mit dem Bau der Recyclinganlage in Monheim geworben.

Für den Güterverkehr der Monheimer Bahnen, der jährlich ein Defizit von mehr als 300 000 Euro einfährt, wäre das ein Glücksgriff gewesen. „Damals schien die Ansiedlung ideal. Vor allem weil die Firma unsere Bahnen zum Transport der Metalle benötigt hätte“, sagt Stadtsprecher Michael Hohmeier. Man wurde sich schnell einig. Stolze 41 000 Quadratmeter Fläche kaufte IMR im Gewerbegebiet Rheinpark. 15 Millionen Euro sollten hier investiert, rund 100 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Doch dann kam alles anders. Die Monheimer wehrten sich gegen den Bau der Anlage zur Schrottaufbereitung, weil sie den Lärm und die dadurch verursachten Schadstoffe fürchteten. 2065 Unterschriften sammelte der Bürgerverein gegen die Ansiedlung des Unternehmens und brachte damit einen Stein ins Rollen, der mittlerweile Ausmaße eines Felsbrockens erreicht hat.

Die Veränderungssperre, macht eine industrielle Ansiedlung unmöglich

In der legendären Sondersitzung des Rates unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Thomas Dünchheim am 3. Februar 2009, die weit bis Mitternacht dauerte, ruderte die Politik zurück, empfahl der Verwaltung die Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Doch die Rechnung machten die Politiker ohne das Unternehmen, das keineswegs vorhatte, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Fieberhaft suchte man nun nach einer Lösung, um die Ansiedelung der Firma zu verhindern. Kurzerhand wurde der Bebauungsplan, der bisher auch industrielle und gewerbliche Ansiedlungen erlaubte, mit einer Veränderungssperre belegt.

„Diese sieht vor, dass dort jetzt nur noch Büros und ähnliches gebaut werden dürfen, eben nichts mehr, das viel Lärm verursacht“, erklärt Hohmeier. Und der Schachzug der Verwaltung hatte Erfolg. Am Donnerstag gab die Bezirksregierung Düsseldorf bekannt, dass sie den Antrag der Firma zur Errichtung und Betrieb einer Recycling- und Schredderanlage für Schrott am Standort Monheim ablehnt. Grund: „Das Baurecht der Gemeinde steht dem Vorhaben entgegen.“

Hinfällig ist damit auch das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsgesetzes, kurz BImSch-Verfahren, das Umwelteinwirkungen wie Luftverunreinigungen und Geräusche der Anlage prüfen sollte, und das IMR siegessicher schon einmal beantragt hatte. Denn, so heißt es in der Mitteilung der Bezirksregierung: „Die bauplanungsrechtlichen Vorgaben schließen Anlagen dieser Art aufgrund der typischen Auswirkungen auf die Nachbarschaft aus.“ Antrag abgelehnt.

Was nach einem Sieg aussieht, ist aber wie es der Stadtsprecher treffend formuliert, nur ein „Etappensieg“. Denn dass IMR gegen den Bescheid vorgehen wird, ist so gut wie sicher. Geschäftsführer Steffen Adam: „Wir prüfen jetzt erst mal den Inhalt der Ablehnung. Wenn der einzige Grund die baurechtlichen Bedingungen sind, werden wir versuchen diese zu ändern.“ Sollte das Unternehmen seinen Willen nicht bekommen, kann sich die Stadt jetzt schon einmal auf eine Schadensersatzklage einrichten.