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Lars van der Bijl, Vorsitzender

 

"Rostfraß und schlechte Nähte"

02. Februar 2009, 18:25 Uhr

Info

Eigenes Risiko

Rechtlich gesehen baut Bayer im Moment auf eigenes Risiko, deswegen sind nach Auffassung der Leitungsgegner auch keine Entschädigungszahlungen fällig, falls die Landesregierung das Pipeline-Gesetz doch kippen sollte.

Eine riesige schwarze Rauchwolke steigt in den Nachmittagshimmel auf und selbst aus weiter Ferne sind meterhohe Flammen erkennbar. Die Löscharbeiten dauern mehr als zehn Stunden, bevor es endlich eine Entwarnung gibt: Im März letzten Jahres brach ein Feuer im Chemiepark Dormagen aus und entfachte erneut die Diskussion über die Sicherheit von Gasleitungen. Für die Initiative "Bau-Stopp der Bayer-Pipeline" war der Vorfall ein Beleg dafür, wie schnell ein Unfall mit giftigen Gasen passieren kann.

Unter die Lupe

Jetzt, beim ersten Treffen der Initiative im neuen Jahr, wurde vor allem die Lage an den Pipeline-Baustellen unter die Lupe genommen. Rund 50 CO-Pipeline Gegner im "Pfannenhof" machten dabei deutlich, dass der Widerstand gegen das Projekt auch 2009 weitergehen wird. "Die Bilder aus Dormagen zeigen sehr gut, wie es aussehen könnte, wenn die Leitung bricht", meint Erwin Schumacher.

Der gelernte Maschinen-Werkzeugmeister hat vierzehn Jahre als technischer Berater für den Hersteller von Pipeline-Rohren gearbeitet und ist wegen der seiner Meinung nach "katastrophalen Missachtung von Richtlinien an diversen Baustellen" besorgt. "Die Schweißnähte entsprechen keineswegs den Vorgaben." Als Beweis zeigte Schumacher in einer Präsentation selbstgemachte Fotos und Videos. "Wenn ein Bayer-Sachverständiger meint, dass Rostfraß im Zehntelmillimeterbereich keine Rolle spielt, kann ich nur lachen. Mir kann kein Mensch verkaufen, dass diese Leitung nach Vorschrift verlegt wird."

Dass der Tüv nach einem Gutachten trotzdem keine Sicherheitsbedenken hat, beruhigt Schumacher nicht. "Der Tüv ist keine unabhängig Prüfungsstelle und erstellt seine Gutachten den Kundenwünschen entsprechend. Die sitzen sozusagen mit auf der Anklagebank."

Neben den Mängeln beim Bau der 67 Kilometer langen Kohlenmonoxidleitung beklagen einige der betroffenen Städte auch das eigenmächtige Vorgehen des Chemiekonzerns. An 82 Stellen sei die Leitung nachweislich anders verlegt worden als genehmigt. "Erst im Nachhinein hat sich Bayer diese unplanmäßigen Änderungen und die dafür nötigen Enteignungen genehmigen lassen", empört sich Wolfgang Cüppers. "Erkrath prüft im Moment, ob eine zivilrechtliche Klage möglich ist. Erst Fakten zu schaffen und später die nötigen Anträge stellen, das ist nicht in Ordnung."

An manchen Stellen weiche der Verlauf bis zu 25 Meter von der geplanten Trasse ab. "Obwohl laut Bezirksregierung Düsseldorf 15 Mitarbeiter der Behörde mit der CO-Pipeline beschäftigt sind, ist offensichtlich keinem die Abweichung aufgefallen", stellt Cüppers verwundert fest