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Sportstättenkonzept
16.06.2009, 17:25 Uhr Übersicht | Drucken

Verlängerung beim Thema Sortstättenkonzept

"Es ist nur noch lächerlich"

Ärgernis für die Vereine: Das Sportstättenkonzept wird wohl erst der neue Rat wieder anpacken.

Beim Thema Sportstättenkonzept ist Monheim in der Verlängerung angekommen. Trotzdem lässt eine Entscheidung noch auf sich warten: Das Projekt liegt wieder auf Eis. Und dass, weil sich die Parteien nicht für eine gemeinsame Lösung entscheiden konnten. Ein weiteres Aufschieben, das wollte eigentlich keiner.



NRZ, Monheim, 15.06.2009, Daniel NEUKIRCHEN -

Dabei war eine Lösung doch zum Greifen nahe. Verwaltung, CDU und FDP schienen sich einig: Das Jahnstadion sowie die Bezirkssportanlage Baumberg sollten für 5,5 Millionen Euro verkauft werden. Von dem Geld sollte unter anderem der Umbau des Häck-Stadions finanziert werden. 

„Es ist nur noch lächerlich”, kommentiert Andreas Zauche, Vorsitzender des Stadt-Sportverbandes, die aktuelle Entwicklung und prophezeit, „sicherlich werden viele Sportler in die Nachbarstätte abwandern.” Wenn Christdemokraten, Liberale und Bürgermeister einheitlich abgestimmt hätten, wäre das Ergebnis 21 zu 19 für das neue Konzept ausgefallen. Es legten jedoch 20 Ratsleute ihr Veto ein. Eine Enthaltung gab es, ein Sitz blieb leer.

Noch knapper scheiterte die Variante von SPD, Peto und Grünen bei der das Jahnstadion erhalten bleiben sollte. Doch auch die Opposition erhielt keine Mehrheit: 19 zu 19, bei einer Enthaltung.

Zudem dürfen die Monheimer selbst den Konflikt nicht auflösen. Ein Bürgerentscheid ist rechtlich nicht möglich (die NRZ berichtete). Stadtpressesprecher Michael Hohmeier erklärt: „Das Thema ist dafür einfach zu komplex.”

Das Verwaltungsmitglied glaubt, dass die Entscheidung jetzt erst wieder vom neuen Rat angepackt wird. Der wird am 30. August gewählt. Die alte Besetzung tage zwar noch einmal im September, doch dass dann noch einmal jemand das Ruder in die Hand nehme, sei unwahrscheinlich. Also passiert erstmal das, was schon seit Jahren passiert ist – nichts. Doch Hohmeier warnt: „Das ist keine Lösung, denn die Anlage am Kielsgraben wird definitiv durch den Kiesabbau wegfallen.” Auch Andreas Zauche deutet auf den Handlungsbedarf hin: „Bezirkssportanlage, Häck- und Jahnstadion sind alle drei in schlechtem Zustand.” Bei Regen könne man die Tartanbahn an der Jahnstraße wegen Rutschgefahr nicht mehr benutzen. „Das ist brandgefährlich.”



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